Problematischer Konsum


Ambulante Gruppentherapie

Donnerstags, 10:00 – 11:45 Uhr
9 Termine

Poliklinische institutsambulanz für psychotherapie
Wallstr. 7a
55122 Mainz


Ziel

Das Ziel der Gruppentherapie liegt darin, das eigene Konsumverhalten zu reflektieren, zu prüfen, welche Funktion es erfüllt und Möglichkeiten für Alternativverhaltensweisen zu entwickeln.

Zielgruppe

Die Gruppentherapie ist geeignet für Personen, die den Eindruck haben, durch den Konsum einer Substanz wiederholt Schwierigkeiten im Alltag/in zwischenmenschlichen Beziehungen/bei der Erfüllung von Verpflichtungen zu erleben. Ebenso richtet sie sich an Personen, die ihren Konsum kontrollierter gestalten oder abstinent werden wollen.

Inhalte

In der Gruppe liegt der Fokus zunächst auf der Klärung persönlicher Werte und Ziele und die Auswirkung des eigenen Verhaltens darauf. Auf dieser Grundlage können Sie Motivation zu einer Verhaltensänderung aufbauen, um ihr Leben nach diesen Zielen auszurichten. Dabei wird anerkannt, dass der Konsum verschiedenster Substanzen immer eine Funktion hat und sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringt, welche genauer beleuchtet werden. Über das Erlernen neurobiologischer Vorgänge bei Substanzkonsum wird deutlich, warum die Veränderung Zeit und Strategien benötigt. Die Entwicklung eines individuellen Erklärungsmodells des problematischen Konsums und entsprechende Teufelskreise tragen zum Verständnis des eigenen Verhaltens bei. Dieses unterstützt Sie darin, automatisierte Muster zu erkennen und künftig zu unterbrechen. Im Rahmen der Beschäftigung mit dem eigenen sozialen Netz, dessen Bedeutung, den eigenen Gedanken und Emotionen, den ihnen zugrundeliegenden Bedürfnissen und den bisherigen Umgang mit ihnen, erarbeiten Sie Zusammenhänge zum eigenen Konsum. Durch Einüben neuer Emotionsregulationsstrategien, Entwicklung alternativer Gedanken und die Berücksichtigung eigener Bedürfnisse können sie zunehmend Abstand vom Konsumverhalten nehmen und Alternativen zum Konsum aufbauen. Basierend auf wissenschaftlichen Modellen zu Rückfällen in alte Verhaltensmuster wird ein individuelles Modell zu möglichen Rückfallsituationen erarbeitet. Auf der Grundlage von Erkenntnissen zu weit verbreiteten Rückfallrisiken werden Fertigkeiten wie Problemlösen, Abgrenzung („Nein-Sagen“) und die Aufrechterhaltung eines stressbezogen ausgewogenen Alltags eingeübt. Dringend empfohlen wird, dass Sie den Übungen und dem Ausfüllen von Selbstbeobachtungprotokollen zwischen den einzelnen Sitzungen nachkommen. Der Erfolg der Gruppentherapie setzt eine regelmäßige Auseinandersetzung mit individuellem Erleben außerhalb der Sitzungen voraus. Im Rahmen der Sitzungen gibt es dabei die Möglichkeit zu besprechen, wie Sie mit möglichen Hindernissen in der Umsetzung im Alltag umgehen können. Es werden Unterstützungsmöglichkeiten für die aktive Beschäftigung mit der Thematik auch außerhalb der Gruppensitzungen aufgezeigt, sodass Sie es möglich machen können, das Erlernte in Ihren Alltag zu integrieren. Unterstützt wird die Gruppentherapie durch Arbeitsblätter und Materialien der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V.

Rückfragen gern an

GRUPPENTHERAPIEKOORDINATION
gruppen-psychotherapie@uni-mainz.de