Depressive und bipolar-affektive Störungen
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Depressive und bipolar-affektive Störungen

Depression, Dysthyme Störung, Bipolare Störung, Zyklothyme Störung

Stimmungsveränderungen mit Gefühlen der Niedergeschlagenheit, Hoffnungslosigkeit, Interesseverlust und Antriebslosigkeit sind zentrale Symptome depressiver Störungen. Häufig kommen Grübeln, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme und körperliches Unwohlsein hinzu. Die Beschwerden können von Person zu Person sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Kurzfristige Stimmungsveränderungen sind jedem bekannt, beeinträchtigen sie jedoch über Wochen oder Monate deutlich das tägliche Leben, bedürfen sie der Behandlung. Behandlungsbedürftige Depressionen liegen bei etwa 3-8% der Bevölkerung vor, damit gehören depressive Störungen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen überhaupt. Depressive und dysthyme Störungen beschreiben unterschiedliche Ausprägungsgrade negativer Stimmungsveränderungen, bei bipolarer und zyklothymer Störung kommen belastende, übermäßig euphorische oder antriebsgesteigerte Phasen hinzu.

Depressionen können im Einzelfall in Zusammenhang stehen mit einschneidenden Lebensveränderungen, Krankheit, Schicksalsschlägen oder lang anhaltenden Überbelastungen in Familie oder Beruf. Manchmal sind aber keine äußeren Auslöser erkennbar. Ein fehlendes Gleichgewicht zwischen angenehmen und unangenehmen Tätigkeiten, ungünstige Bewertungsmuster und Einstellungen oder Schwierigkeiten im Kontakt mit Mitmenschen können zur Entwicklung und Aufrechterhaltung affektiver Störungen beitragen.

Depressionen können heute gut behandelt werden, dabei hat sich in vielen Fällen insbesondere hinsichtlich der längerfristigen Entwicklung eine Kombination von Psycho- und Pharmakotherapie bewährt. Das Ziel einer kognitiv-verhaltenstherapeutischen Psychotherapie ist es, die depressive Spirale einer sich immer weiter einengenden, trüben, negativen Verfassung zu stoppen, umzukehren und eine konstruktive Entwicklung einzuleiten. Dazu gehören als Therapiebausteine neben der Informationsvermittlung der systematisch geplante Aktivitätsaufbau (Steigerung positiver Aktivitäten und Reduktion eines Übermaßes an negativen Erfahrungen), der Aufbau und die Verbesserung von sozialer Sicherheit und Kommunikationsfertigkeiten sowie das Erlernen von Verfahren zur Änderung von ungünstigen Einstellungen und Gedanken.