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Chronische Schmerzerkrankungen

In der Schmerzbehandlung ist es wichtig, zwischen akuten und chronischen Schmerzen zu unterscheiden. Akuter Schmerz erfüllt eine wichtige Funktion als Warnsignal für Verletzungen oder Krankheitsprozesse, die diagnostiziert und behandelt werden. Bei chronischem Schmerz besteht jedoch häufig keine Verbindung mehr zwischen gesundheitsbedrohlicher Ursache und dem Schmerzempfinden. In anderen Fällen gibt es einen klaren Schmerzauslöser, der aber nach dem heutigen Wissensstand nicht beseitigt werden kann, wie bei Rheuma oder Migräne. Ca. 12% der erwachsenen Bevölkerung leiden an behandlungsbedürftigen chronischen Schmerzen. Die Auftretenshäufigkeit ist eher steigend.

Unabhängig von den ursprünglich auslösenden Faktoren wirken bei chronischem Schmerz verschiedene biologische und psychosoziale Faktoren zusammen. Manche Betroffene neigen zu ausgeprägtem Schonungsverhalten, andere zu übermäßiger Aktivität bei gleichzeitigem Versuch, die Schmerzen zu ignorieren. Beide Verhaltensweisen führen auf Dauer zu einer Schmerzverstärkung. Ziele psychologischer Schmerztherapie sind ein angemessenes und flexibles Aktivitätsniveau, Abbau von Depressivität und Aufbau von Problemlösekompetenzen, um bei reduziertem Schmerz eine verbesserte Lebensqualität zu erreichen. Bei der Therapie chronischer Schmerzen empfiehlt sich eine Kombinationsbehandlung mit psychotherapeutischen und medikamentösen Komponenten. Insofern hat sich eine Zusammenarbeit zwischen Psychotherapeuten und behandelnden Ärzten und den jeweiligen Betroffenen als wirksam erwiesen.

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